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Neues von den Wölfen

„Haben nie den Glauben verloren“: TSV Altenholz ringt Nachwuchs vom SC Magdeburg nieder

Kieler Nachrichten

Ein Sieg des Willens: Die Handballer vom TSV Altenholz trotzen jedem Widerstand und bezwingen den SC Magdeburg II in einem nervenaufreibenden Spiel der 3. Liga. Die Wölfe feiern nicht nur den perfekten Jahresauftakt, sondern auch Zwölf-Tore-Mann Nicolas Kahmke.

Diver-Jubel und Pizza als Belohnung nach Spielende: Handball-Drittligist TSV Altenholz hat Moral bewiesen und abermals vor heimischer Kulisse in der Edgar-Meschkat-Halle gewonnen. Gegen den Nachwuchs vom SC Magdeburg revanchierten sich die Wölfe erfolgreich für die Hinspiel-Pleite und setzten sich vor 470 Zuschauern mit 34:32 (15:15) durch. „Mit dieser Leistung konnten wir den Leuten etwas zurückgeben“, freute sich Altenholz-Coach Torge Greve über den Sieg.

Dabei mussten die Wölfe gegen starke Magdeburger lange Zeit einen Rückstand hinterherlaufen. „Magdeburg hat eine enorme individuelle Qualität. Wichtig ist bei so einem Spiel, dass man nie den Glauben verliert“, sagte Greve, dessen Team in der Schlussphase den längeren Atem hatte.

Tempo, Intensität und Präzision – schon die Anfangsphase der Partie bot viel und machte Lust auf mehr. Mit viel Schwung rissen die Gäste das Spiel in den ersten Minuten an sich. Spätestens beim Stand von 3:6 aus Sicht der Wölfe stand fest: Magdeburg war in Top-Form. Doch auch der TSVA trug seinen Teil zum hohen Spielniveau bei und ließ sich nicht abschütteln. So kämpften sich die Wölfe zehn Minuten vor der Pause zum 8:8-Ausgleich.

Obwohl der SCM immer wieder vorlegte, gingen die Teams mit einem 15:15 in die Pause. „Mit der ersten Halbzeit war ich schon sehr zufrieden“, sagte Greve, der im zweiten Spielabschnitt eine erneute Leistungssteigerung seiner Mannschaft sah. Nicht einmal 60 Sekunden nach Wiederbeginn lieferte Klas Bergemann per Siebenmetertreffer einen Vorgeschmack auf Hälfte zwei und erzielte die erste Führung der Hausherren.

Weil Gäste-Torwart Willi Lücke mehrfach glänzend parierte und der SCM die eigenen Chancen besser nutzte, zog Magdeburg auf 24:21 davon (45.). Doch Greve hatte mit Nicolas Kahmke noch einen Trumpf in der Hand. Mit zwölf Toren, davon fünf in der Schlussviertelstunde, überzeugte Kahmke als bester Werfer und avancierte zum Matchwinner. „Sensationelles Spiel von Nico, wie schon die ganze Saison über. Wenn er körperlich fit ist, dann hat er die unglaubliche Fähigkeit, das Spiel zu lesen“, lobte Greve seinen Schützling.

In der Schlussphase steigerte sich das Spieltempo noch einmal und Greve tigerte an der Seitenlinie angespannt auf und ab, während er lautstark Kommandos beisteuerte. „Altenholz lebt ja auch von den Emotionen, und das macht mir Spaß“, schwärmte Greve. Kommandos, die sich als goldrichtig erweisen sollten. Altenholz zwang die Magdeburger immer wieder ins Zeitspiel, rückte im richtigen Moment raus und kam mehrmals per Tempo-Gegenstoß zum Torerfolg. „Wir haben in der Abwehr enorm viele Bälle gewonnen“, stellte Kahmke fest.

Angefeuert von den eigenen Fans wechselte das Momentum in der entscheidenden Phase klar auf die Seite der Wölfe. „Mit den Emotionen kamen wir wieder ins Spiel, das zeichnet uns in den Heimspielen aus. Dazu haben wir das ganze Spiel über kaum technische Fehler gemacht“, erklärte Greve.

Die Vorentscheidung zugunsten der Wölfe fiel drei Minuten vor Schluss, als Kapitän Hannes Glindemann auf 32:28 erhöhte. Eine Führung, die sich der TSVA nicht mehr nehmen ließ. „Das war ein Super-Spiel von uns. Auch als wir hintenlagen, haben wir immer an uns geglaubt“, freute sich Kahmke.

Nach dem Jahresausklang gegen den SV 04 Plauen-Oberlosa sollte das Handballjahr 2026 für Lukas Hase und den TSV Altenholz mit einem Landesderby bei der HSG Ostsee starten. Doch die Drittligapartie wurde abgesagt.

TSV Altenholz: Saggau, Landgraf – Schwenke, Schneider 3, Seebeck 6/2, Meereis, Ankermann 1, Szilagyi, L. Dahmke, Bergemann 6/7, Dibbert 1, Glindemann 3, Johnsen, Hase 3, Kahmke 12, Bornhöft 1.

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