„Spielen einfach guten Handball“: TSV Altenholz wird zum Derby-Schreck der HSG Eider Harde
Kieler Nachrichten
Die Derby-Meister vom TSV Altenholz haben erneut zugeschlagen. Wie schon in der Hinrunde entschieden die Wölfe das „vielleicht wichtigste Duell der Saison“ gegen die HSG Eider Harde für sich – und sprangen mit dem Heimerfolg auf Rang vier der Tabelle.
Ekstase in der Edgar-Meschkat-Halle. Die Drittliga-Handballer vom TSV Altenholz haben – angeheizt von 644 Zuschauern in der heimischen Arena – auch das Derby-Rückspiel gegen die HSG Eider Harde gewonnen. Dank einer bärenstarken ersten Hälfte und einer konzentrierten Schlussphase hieß es am Ende 32:26 (15:10) für den TSVA. Bereits das Hinspiel konnten die Wölfe mit 33:27 für sich entscheiden.
„Die Spiele gegen Eider Harde sind die zwei wichtigsten der Saison. Da ist die Motivation nochmal viel größer“, verriet Kapitän Klas Bergemann, der mit sieben Treffern als bester Torschütze voranging. Doch der vierte TSVA-Sieg in Folge war vor allem Ergebnis einer starken Team-Leistung. „Die Mannschaft spielt aktuell einfach guten Handball. Ich kann mich auf alle meine Jungs verlassen“, schwärmte Trainer Torge Greve.
Vor der Saison-Rekordkulisse – darunter zahlreiche Gästefans aus Rendsburg – brachten die Altenholzer von Beginn an die nötige Aggressivität auf die Platte. Auch im zweiten Heimspiel des Jahres brauchte es beim TSVA nur wenige Aktionen, um die Halle zum Beben zu bringen. Immer wieder im Mittelpunkt stand Altenholz-Torhüter Tom Landgraf, der allein in den ersten zehn Minuten mit vier Paraden glänzte.
Doch auch die starke Altenholzer Deckung trug dazu bei, dass Linksaußen Jan Bornhöft nach einer Unaufmerksamkeit der Gäste im Sieben-gegen-sechs und dem folgenden Tempo-Gegenstoß zur 7:2 Führung ins leere Tor einschob (11.). Anders als im Hinspiel, als beim TSVA inmitten der ersten Hälfte die Leistung zwischenzeitlich eingebrochen war, hielten die Hausherren rund um den starken Kreisläufer Lukas Hase die Konzentration weiter aufrecht.
Die zweite Auszeit der HSG Eider Harde nach gerade einmal 19 Minuten beim Stand von 10:5 für das Wolfsrudel unterstrich die taktischen und spielerischen Differenzen zwischen den beiden Teams eindrucksvoll. Während Gäste-Coach Matthias Hinrichsen an der Seitenlinie mit rotem Kopf wütend auf und ab stiefelte, sah Torge Greve eine nahezu perfekte erste Hälfte seiner Mannschaft. „Unsere Deckung war überragend“, lobte Greve.
Folglich verdient gingen die Wölfe mit einer Fünf-Tore-Vorsprung in die Pause. Eine Führung, die noch deutlich höher hätte ausfallen können. In Halbzeit zwei das gleiche Bild? Erstmal nicht, denn der TSVA kam mit der Hypothek einer doppelten Unterzahl zurück aufs Feld. Doch das nötige Quäntchen Glück begleitete die Wölfe. So verwandelte Rasmus Ankermann nach angezeigtem Zeitspiel zum 17:13, weil der Gäste-Block unhaltbar abfälschte (34.).
Obwohl der TSVA eine Viertelstunde vor Spielende auf 24:18 enteilt war, sollte es in der Schlussphase noch mal richtig packend werden. Dank mehrerer Paraden von HSG-Torwart Jonas Haack und vier Gäste-Treffern am Stück schmolz die Wölfe-Führung auf 25:23 (50.). „Wir haben uns in der zweiten Hälfte zwischendurch schwer getan“, gestand Greve ein. Pünktlich zur Schlussphase erwachte der TSVA aber aus seiner Schockstarre und verhinderte die Wende.
Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel des Jahres sind die Hausherren in der Dritten Liga Nord-Ost auf Rang vier geklettert. Noch wichtiger als die Tabellensituation: Das Wolfsrudel konnte in dieser Saison bisher alle vier Nachbarschaftsduelle gewinnen. „Der Derbysieg wird mit ein paar kühlen Getränken gefeiert“, ließ Bergemann wissen.
TSV Altenholz: Basenau, Landgraf (12 Paraden) – Schneider, J. Dahmke 3. Seebeck 4, Meereis, Ankermann 5, Szilagyi, L. Dahmke, Bergemann 7/4, Dibbert, Glindemann 5, Johnsen, Hase 5, Kahmke 2, Bornhöft 1.