Kahmke brilliert beim Comeback: TSV Altenholz ist nach Heimsieg neuer Spitzenreiter
Kieler Nachrichten
Drei Spiele, sechs Punkte: Der TSV Altenholz grüßt nach dem 38:29-Heimsieg gegen Concordia Delitzsch in der 3. Handball-Liga vom Platz an der Sonne. Rückkehrer Nicolas Kahmke überragte mit 13 Treffern.
Ein Blick auf die Tabelle dürfte bei den Verantwortlichen des TSV Altenholz wahre Glücksgefühle auslösen: Die Wölfe sind nach dem ungefährdeten 38:29 (18:14)-Heimsieg gegen den NHV Concordia Delitzsch neuer Spitzenreiter in der 3. Handball-Liga. „Das war ein souveräner Heimsieg. Nach der Pause hat die Mannschaft die Führung gut runtergespielt“, lobte TSVA-Trainer Torge Greve.
Ohne Rasmus Ankermann, der zeitgleich für den THW Kiel im Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf auflief, dafür aber mit Ben Szilagyi und Nicolas Kahmke strebte Altenholz vor nur 150 Zuschauern den dritten Sieg im dritten Saisonspiel an. „Ich würde mir wünschen, dass die Zuschauer die Leistung der jungen Mannschaft ein bisschen mehr honorieren. Wir haben das dritte Spiel in Folge gewonnen und sind noch ungeschlagen“, sagte Greve.
Der Gegner aus Sachsen, der 2005/06 in der Bundesliga spielte, nach der Insolvenz im Jahr 2010 aber in der Sachsenliga den Neuanfang startete und nun als Regionalligameister in die 3. Liga zurückkehrte, hielt gut dagegen. Nach dem frühen Altenholzer 3:0 kämpfte sich die unerfahrene Truppe in die Partie, agierte aufmüpfig und hatte nach 20 Minuten beim 10:10 alles wieder auf null gestellt.
Greve reagierte mit einer Auszeit, um sein Team an den Matchplan zu erinnern. Das schien zu wirken, innerhalb von knapp vier Minuten zogen die Wölfe bis auf 15:10 davon. „Da hatten wir den Faden wiedergefunden“, meinte Greve. Trotz sieben technischer Fehler und sieben Fehlwürfen ging der TSVA mit einem 18:14-Vorsprung in die Pause.
Mit viel Schwung und einigen Torwartparaden gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte das Wolfsrudel ein Zeichen. „Wir kamen in beide Halbzeiten gut rein“, so Greve. Den Gästen fiel im eigenen Ballbesitz fortan wenig ein, weil der TSVA aus einer starken Deckung heraus konsequenter verteidigte. So waren die Weichen angesichts einer 26:18-Führung (40.) früh auf Sieg gestellt. Der inzwischen befreit aufspielenden Wölfe-Offensive konnte Delitzsch nicht mehr viel entgegensetzen.
Zu schnell kombinierte sich die Greve-Sieben rund um Nicolas Kahmke, der nach Schulterverletzung zum ersten Mal in dieser Saison auf der Platte stand und prompt mit 13 Toren als treffsicherster Schütze des Tages in die Statistik einging, in Richtung Torraumlinie. „Heute hat alles bei mir gepasst. Ich hatte die Woche über ein gutes Gefühl und konnte auch ohne Schmerzmittel spielen“, erklärte Kahmke. Auch sein Chefcoach freute sich über seine Rückkehr: „Nico war ein absoluter Gewinn für uns heute.“
Sein Schützling schielt indes schon auf den nächsten Sieg. „Nächste Woche geht es wieder gegen einen Aufsteiger. Wir wollen genauso weitermachen wie bisher“, sagte Kahmke mit Blick auf das Auswärtsspiel am Samstag (18.45 Uhr) bei Hannover-Burgdorf II.
TSV Altenholz: Basenau – Cremer 1, Glumm 3, Brütt, Dahmke 4, Szilagyi 8/2, Bornhöft, Bergemann 3, Wagner, Strothmann 1, Richard, Eickhoff 1, Hase 2, T. Ankermann 1, Kahmke 13.