„Geist ist ein Besonderer“ – Warum der TSV Altenholz auf Platz 1 in der 3. Liga steht
Kieler Nachrichten
Der TSV Altenholz ist in der dritten Handball-Liga ohne Wenn und Aber das Team der Stunde. Wölfe-Coach Torge Greve nennt die Gründe für den Höhenflug seiner Mannschaft und blickt auf das anstehende Spitzenspiel gegen MTV Braunschweig.
Wer hätte das gedacht? Der Spitzenreiter der Dritten Handball-Liga ist in Altenholz zu Hause. Zwar sind gerade einmal fünf von insgesamt 30 Partien gespielt, doch gehören die Wölfe zweifelsohne zum Spitzenfeld der Liga. Ob die junge Mannschaft von Torge Greve auch im weiteren Saisonverlauf ganz oben anzusiedeln ist, darauf könnten die nächsten beiden Wochen einen Hinweis geben.
Denn nachdem der TSVA am Samstag den Tabellendritten MTV Braunschweig empfängt, reist der Spitzenreiter zum ärgsten Verfolger EHV Aue. Die berühmt-berüchtigten „Wochen der Wahrheit“ stehen bevor. „Die Feuertaufe muss die Mannschaft in den nächsten beiden Spielen erst einmal bestehen“, meint Greve.
Losgelöst von den schwierigen Aufgaben, die der TSVA demnächst zu bewältigen hat, ist der starke Saisonstart hoch einzuschätzen. Fünf Siege aus den ersten fünf Spielen unterstreichen die positive Entwicklung, die der Verein unter Greve in den vergangenen Jahren genommen hat. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. „Diejenigen, die schon länger dabei sind haben sich weiterentwickelt“, sagt Greve. „Dazu bringen die Neuzugänge frischen Wind, Feuer und Ehrgeiz rein.“
Während erfahrene Spieler wie Hannes Glindemann und Simon Seebeck im Sommer ihre Karriere beim TSVA beendeten, stopften junge und talentierte Spieler die entstandene Lücke. Mit den Neuverpflichtungen hat sich gleichzeitig die Spielidee der Wölfe verändert. „Wir haben gesagt, wir wollen deutlich schneller spielen. Das ist uns auch gelungen, wenn man sieht, dass wir im Schnitt 35 Tore werfen. Die Neuzugänge haben unsere Erwartungen erfüllt“, erklärt Greve.
Allem voran die Neuzugänge Jari Glumm, der laut Greve „ein neues Element reinbringt“, und Lauro Strothmann benötigten kaum Eingewöhnungszeit und zählen bereits jetzt zu den Leistungsträgern bei den Gelb-Schwarzen. Gemeinsam mit Co-Trainer Birger Ehmke achtet Greve bei den Transfers auch darauf, dass die Neuzugänge menschlich zum TSVA passen. „Die Spieler, die zu uns kommen, wissen, was sie erwartet. Der Geist in Altenholz ist ein ganz Besonderer“, so Greve.
Im Heimspiel gegen Braunschweig hofft Greve wie schon zuletzt im Derby gegen die HSG Eider Harde auf eine überzeugende Leistung in allen Mannschaftsteilen. „Durch diese Breite, die wir im Kader haben, müssen die Jungs im Training Vollgas geben. So kommt eine Leistungssteigerung dabei heraus.“
Gegen die „cleverste Mannschaft der Liga“, die mit ihrem erfolgreichen Sieben-gegen-Sechs seit Jahren zu den Aufstiegsfavoriten gehören, muss der TSVA jedoch auf eine verlässliche Stütze verzichten. Rückraumspieler Lars Meereis hat sich am vergangenen Wochenende an der Schulter verletzt und muss unters Messer. Auch nach erfolgreicher OP fehlt Meereis dem TSVA vielleicht sogar über den Jahreswechsel hinaus.