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Niederlage nach Siebenmeter in letzter Sekunde

Was für ein Handballabend in der Edgar-Meschkat-Halle! Die Partie gegen Eintracht Hildesheim bot alles, was ein Spitzenspiel ausmacht – Emotionen, Wendungen, Härte, Leidenschaft und ein bitteres Ende, das kaum dramatischer hätte sein können. Am Ende mussten wir uns nach einem Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit mit 34:35 geschlagen geben.

Schon zu Beginn herrschte eine elektrisierende Stimmung. Die Gäste reisten mit vielen Fans und Trommeln an, doch auch unsere Anhänger sorgten vom ersten Moment an für eine starke, gelbe Wand. Trotz dieses Rückhalts fanden wir sportlich zunächst schwer ins Spiel. Die offensive Deckung der Hildesheimer setzte uns immer wieder unter Druck und zwang uns zu Fehlern. Nach sieben Minuten zeigte die Anzeigetafel ein ernüchterndes 2:7, woraufhin Torge zur Auszeit griff – eingeleitet durch den für die ganze Halle hörbaren Satz: „Seid ihr jetzt alle wach?“

Die Antwort der Mannschaft: Ja. Und wie!
Der Effekt war unmittelbar spürbar. Wir spielten fortan mit deutlich mehr Klarheit, Emotion und Konsequenz. Besonders die rechte Angriffsseite mit Lars und Klas brachte uns wieder ins Spiel. Nach und nach arbeiteten wir uns zurück, verkürzten auf 7:9 und glichen wenig später per Siebenmeter aus. Ein Wurf aufs leere Tor brachte sogar unsere erste Führung. Die Halle tobte.

Bis zur 25. Minute entwickelte sich ein hochklassiger Schlagabtausch. Vor allem unsere Nr. 17 erwischte einen perfekten Tag und traf seine ersten sieben Feldwürfe allesamt. Dennoch ging es mit einem 18:21-Rückstand in die Kabinen – eine Hälfte, in der wir uns nach schwachem Start stark zurückgekämpft hatten.

Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen. Als Hildesheim dann in doppelte Unterzahl musste, nutzten wir die Räume und kämpften uns Tor um Tor heran. Die Abwehr stand nun deutlich stabiler, die Emotionen in der Halle kochten und in der 40. Minute war die Partie beim 24:24 wieder komplett offen. Kurz darauf gingen wir erstmals seit langer Zeit erneut in Führung, was den Gästecoach zur Auszeit zwang.

Doch das Spiel blieb ein Spiegelbild des gesamten Abends: eine ständige Abfolge von Wendungen. Nach einem 0:3-Lauf mussten wir wieder hinterherlaufen, doch eine erneute Auszeit brachte uns zurück. Ein verworfener Siebenmeter der Gäste und zwei schnelle Tore ließen die Halle jubeln – das Spiel war erneut ausgeglichen.

In einer packenden Schlussphase wechselte die Führung mehrfach. In der 57. Minute brachte uns ein extrem effizientes Überzahlspiel mit 33:32 in Front. Doch eine folgende Zeitstrafe bremste den Schwung. Hildesheim glich 30 Sekunden vor dem Ende aus. Torge nahm die letzte Auszeit und setzte mit dem siebten Feldspieler alles auf Sieg. Das Risiko wurde jedoch nicht belohnt: Ein Fehlpass eröffnete Hildesheim den letzten Angriff, der in einem Siebenmeter und einer roten Karte gegen Klas endete. Der Strafwurf nach Ablauf der Zeit entschied die Partie.

Dieses Spiel hatte eigentlich keinen Verlierer verdient. Nach schwachem Start zeigte die Mannschaft Moral, starke Abwehrphasen, ein herausragendes Überzahlspiel und treffsichere Außen. Am Ende bleibt ein bitterer Ausgang – aber auch viel Positives, das Kraft für die kommenden Aufgaben geben wird.

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