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Neues von den Wölfen

43:40! TSV Altenholz liefert Offensivfeuerwerk im Spitzenspiel ab und bleibt verlustpunktfrei

Kieler Nachrichten

In einem denkwürdigen Spitzenspiel hat der TSV Altenholz seinen Status als Ligaprimus in der Dritten Handball-Liga zementiert. Sage und schreibe 43 Treffer brachten die Wölfe gegen den MTV Braunschweig zustande – und trotzdem war es TSVA-Torwart Saggau, der in der heißen Phase den Sieg festhielt.

Kaum läutete in der Edgar-Meschkat-Halle die Schlusssirene, da hatten die Spieler des TSV Altenholz schon einen Jubelkreis gebildet. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!“, riefen die hüpfenden Wölfe freudestrahlend Schulter an Schulter. Wenige Momente zuvor hatte der TSVA den Tabellendritten MTV Braunschweig vor rund 350 Zuschauern in der heimischen Edgar-Meschkat-Halle auf spektakuläre Art und Weise die erste Saisonniederlage zugefügt. 43:40 (24:19) lautete das Endergebnis für das Team von Torge Greve. „Riesenkompliment an meine Mannschaft. Das war eine richtig starke Leistung, vor allem in der ersten Halbzeit.“

Wie schwer es gegen eine erfahrene und abgezockte Braunschweiger Mannschaft werden würde, zeichnete sich von der ersten Sekunde an ab. Die jungen Wölfe versuchten, mit schnellen Angriffskombinationen dagegenzuhalten, lagen aber nach 13 Minuten mit 7:8 hinten. In zweiminütiger Unterzahl probierten es die Wölfe ohne Torwart, verloren dabei aber den Ball im eigenen Aufbauspiel. Nichtsdestotrotz waren die Hausherren längst angekommen und brachten die nötigen Emotionen auf die Platte.

Auf beiden Seiten stachen die Offensivreihen hervor, die weder der TSVA noch der MTV richtig in Schach halten konnte. So durften sich die Zuschauer über ein äußerst kurzweiliges Match freuen, in dem Altenholz bald durch Neuzugang Lauro Strothmann mit 12:11 vorn lag (17.). Entsprechend laut wurde es auf der Tribüne der Edgar-Meschkat-Halle. Gegen Mitte der ersten Hälfte schien der TSVA – auch in Form von einigen Paraden von Philipp Saggau – sein Spiel voll und ganz gefunden zu haben.

Dank eines Vier-Tore-Laufs bauten die Wölfe ihren Vorsprung bis auf ein 16:12 aus (22.). „Unser Plan, durchgehend Tempo zu machen, ist voll aufgegangen“, meinte TSVA-Kapitän Klas Bergemann. Nach nicht einmal 25 Minuten hatte Altenholz die 20-Tore-Marke geknackt. Kaum ein Altenholzer Abschluss verpasste den Weg ins Tor der Gäste. „Das hat auch viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Wir sind alle mit einer breiten Brust ins Spiel gegangen“, so Bergemann.

In einem regelrechten Rausch zogen die Gastgeber noch weiter davon und brachten die Halle mit zielstrebigen Offensivaktionen zum Beben. Völlig verdient gingen die Wölfe mit einer 24:19-Führung in die Pause. Genauso stürmisch wie in der ersten Hälfte agierten die Wölfe auch nach dem Seitenwechsel – im positivsten Sinne. „Wir wollten vorne weiter Druck erzeugen und haben enorme Qualität im Angriff“, sagte Greve.

Wiederum nicht einmal 35 Minuten waren von der Uhr, als Nicolas Kahmke seinen Gegenspieler auswackelte und das 30. Tor der Wölfe erzielte. Nicht nur Kahmke, sondern auch seine Teamkollegen überzeugten bis dahin allesamt mit einer überragenden Trefferquote. Einziges Manko: Der TSVA konnte der Gäste-Offensive nicht viel entgegensetzen.

Weil die Greve-Sieben nun eigene Chancen liegen ließ, kamen die Braunschweiger bis auf zwei Tore heran. „Wir wussten, dass es nicht ewig so weitergehen kann“, so Greve. Doch im Tor sorgte Saggau dafür, dass der Tabellenführer weiter die Oberhand behielt. „Er hat in den entscheidenden Phasen die Bälle immer gehalten“, lautete das Lob von Kapitän Bergemann. Der ganz große Nervenkitzel blieb Greve angesichts der starken Schlussminuten seiner Mannschaft erspart. Somit bleibt auch nach sechs Spieltagen festzuhalten: Der Tabellenführer der Dritten Liga kommt aus Altenholz.

TSV Altenholz: Saggau (12 Paraden), Landgraf – Cremer, Glumm 8, Brütt, Dahmke 5, Szilagyi 1, Bornhöft 2, Bergemann 10/5, Strothmann 2, Richard, Ankermann, Hase 5, Kahmke 10, Stübinger.

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