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Der achte Streich: TSV Altenholz besteht Stresstest gegen Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder

Kieler Nachrichten

Die weiße Weste der Handballer des TSV Altenholz bleibt weiter unbefleckt. Dabei bedurfte es gegen den Aufsteiger HV Werder eines harten Stückes Arbeit. Ein Altenholzer nutzte seine Chance bei seinem Startdebüt.

Der HV Grün-Weiß Werder entpuppte sich für die Drittliga-Handballer vom TSV Altenholz als äußerst unangenehmer Gegner. Trotzdem durften die Wölfe in der heimischen Edgar-Meschkat-Halle einen 36:32 (18:14)-Heimsieg über den zähen Aufsteiger bejubeln.

Nach den beiden herausragenden Erfolgen gegen die Top-Teams MTV Braunschweig und EHV Aue tat sich die Mannschaft von Torge Greve am Sonntagnachmittag über weite Strecken schwer. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Meine Mannschaft hat den Stresstest bestanden. Wir können aber nicht erwarten, dass die Mannschaft jede Woche mit Hurra-Handball rangeht“, sagte der Trainer.

Sieben Siege aus den ersten sieben Spielen lautete vor Spielbeginn die makellose Startbilanz der Wölfe. Da sollte ein Heimerfolg gegen den Tabellenvierzehnten doch eigentlich leicht von der Hand gehen, oder? Mit Geburtstagskind Ben Szilagyi (20) in der Startaufstellung, der sich nach vier Minuten jedoch vorerst noch nicht mit einem Treffer von der Siebenmeterlinie selbst beschenken konnte, setzte Greve auf ein extrem junges Team. Dieses brachte zunächst wie gewohnt sein temporeiches und geradliniges Offensivspiel auf die Platte.

So lagen die Wölfe bereits komfortabel mit 7:3 vorne, als Gästetrainer Max Ziegler die erste Auszeit anmeldete und in dieser seine Mannschaft wutentbrannt zusammenfauchte. Der Aufsteiger von der Havel tat sich sichtlich schwer damit, die Offensivakteure des TSVA in Zweikämpfe zu verwickeln. Auch den 19-jährigen Jens Cremer, der sich von Beginn an zeigen durfte und überzeugte, bekamen die Brandenburger auf Rechtsaußen nicht zu fassen.

Lief es im Altenholzer Angriffsspiel wie am Schnürchen, war Greve von der Arbeit gegen den Ball noch nicht gänzlich überzeugt. „Nach zwei solchen Spitzenspielen war es schwer, zu den Basics zurückzukommen. Werder hat es gut gemacht und frech gespielt. Wir haben uns davon stressen und nerven lassen“, sagte Greve.

Weil auch Torhüter Tom Landgraf in der ersten Hälfte nicht sein gewohntes Level abrief, stand nach 20 Minuten nur eine knappe 12:11-Führung auf der Anzeigetafel. Ein Timeout von Greve war die logische Konsequenz. Kaum einer der Männer in den gelb-schwarzen Trikots schaffte es, an sein Leistungslimit zu gehen. „Das Beflügelte und Befreiende fehlte. Wir waren im Kopf und im Spiel mit dem Ball ein wenig zu langsam“, erklärte Greve. Zwischen den Pfosten versuchte es fortan Philip Saggau und wehrte gleich den ersten Wurf der Werderaner ab.

Auch in der Folge trug der TSVA-Schlussmann seine Mitspieler durch die Minuten vor der Halbzeit und sicherte die 18:14-Pausenführung. Das Resultat stimmte, die Leistung brachte jedoch Steigerungspotenzial mit sich. Und so schnupperten die Gäste an der Überraschung und holten nach dem Seitenwechsel in Windeseile den Vier-Tore-Rückstand wieder auf. 21:21 lautete das Ergebnis, als sich die Hausherren zur zweiten Auszeit versammelten (37.).

Immer wieder probierte Greve verschiedene Dinge aus, wie etwa das Sieben-gegen-Sechs im eigenen Ballbesitz – mit zumeist überschaubarem Erfolg. Doch pünktlich zur Schlussphase schien alles wieder in die gewünschte Richtung zu gehen. Die Trommler peitschten ihre Mannschaft nach vorn, von der Spielerbank sorgten die TSVA-Spieler mit Zurufen für positive Energie und auf der Platte agierten die Gastgeber deutlich aggressiver und wachsamer. Trotz mehrerer Unterzahlsituationen schafften es die Wölfe mit vereinten Kräften, sich auf 33:28 abzusetzen und gaben diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand (52.). „Wir können den Haken dran machen und aus diesem Spiel lernen“, sagte TSVA-Youngster Cremer.

TSV Altenholz: Saggau (7 Paraden), Landgraf (3 Paraden) – Cremer 6, Glumm 6, Brütt 1, Dahmke 1, Szilagyi 2, Bornhöft, Bergemann 2/2, Strothmann 1, T. Ankermann, Stübinger, Hase 2, Wagner 3, Kahmke 10, Eickhoff 2.

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