Serie gerissen: Gefrusteter TSV Altenholz kommt zu Hause nicht über ein Remis hinaus
Kieler Nachrichten
Der TSVA erlebte am Samstagabend ein unschönes Novum. Denn mit dem 29:29-Unentschieden gegen die Füchse Berlin II endet ein scheinbar unaufhaltsamer Höhenflug. Die Wölfe bremsten sich beim ersten Punktverlust der Saison selbst aus.
Der TSV Altenholz hat in der 3. Handball-Liga den ersten Dämpfer hinnehmen müssen. Zwar bleibt die Ungeschlagenserie des Spitzenreiters weiter bestehen, doch kamen die Wölfe im Heimspiel gegen die Füchse Berlin II nicht über 29:29 (12:12)-Unentschieden hinaus.
Ungewöhnlich viele Fehlwürfe und einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen kosteten die Wölfe dabei den Sieg. „So ein Spiel muss man zu Hause gewinnen. Ich bin nicht zufrieden, weil wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben. Das war heute in allen Mannschaftsteilen zu wenig“, kommentierte TSVA-Trainer Torge Greve.
Schon nach wenigen Minuten wurde dem zuvor punktverlustfreien Spitzenreiter klar, wie schwer sich die Aufgabe gegen die Jungfüchse gestalten würde. Anders als in all den Wochen zuvor ließ sich kein roter Faden im Spiel der Wölfe erkennen. Hektisch und zerfahren spielte sich das Geschehen ab. Die vielen Fouls und damit einhergehenden Zwei-Minuten-Strafen brachten sowohl Altenholz als auch die Füchse aus dem Tritt. Dass Nicolas Kahmke, TSVA-Top-Torschütze der vergangenen Saison, mit einer Fußverletzung ausfiel, war den Wölfen anzumerken. „Man hat gemerkt, dass Nico im Angriff gefehlt hat“, gestand Jesse Dahmke ein.
Zu viele Abschlüsse der Gelb-Schwarzen fanden nicht den Weg ins Tor. Enttäuscht richtete Greve das Wort bei einer Auszeit an sein Team (23.). „Ihr müsst wachsam sein. Es läuft nichts von allein!“, mahnte der Coach. Doch die Worte schienen bei den ersatzgeschwächten Wölfen nicht so richtig Gehör zu finden.
So sah Greve seine Wölfe bald einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Würde die Altenholzer Siegesserie etwa ausgerechnet gegen die Mannschaft reißen, die als bis dato letztes Drittliga-Team den TSVA in eigener Halle schlagen konnte? Die Partie stand Spitz auf Knopf, keines der beiden Teams konnte sich absetzen. Mit einer hauchzarten 24:23-Führung im Rücken ging es für die Wölfe in die letzten Minuten. Schon längst hatte sich die Edgar-Meschkat-Halle, die an diesem Tag gut gefüllt war, in einen Hexenkessel verwandelt.
Eigentlich schien das Spiel der sonst spät treffsicheren Wölfe wieder in die gewünschte Richtung zu gehen, doch einige Fehlwürfe und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen waren dem Tabellenführer ein Dorn im Auge. „Sechs Treffer, die uns regulär zustanden, wurden nicht gegeben“, ärgerte sich Greve. Mal war es ein nicht gegebener Siebenmeter, ein anderes Mal eine überharte Zwei-Minuten-Strafe für die Wölfe, die auch die Zuschauer zur Weißglut brachten. So lautstark wie wohl noch nie zuvor in dieser Saison unterstützten die Anhänger ihre Wölfe.
Der Ausbau des Rekords von neun Siegen aus den ersten neun Spielen rückte durch zwei Dahmke-Treffer in greifbare Nähe. Beim Stand von 28:28 und 40 Restsekunden auf der Anzeigetafel nahm Greve die letzte Auszeit. Doch im darauffolgenden Angriff leistete sich der TSVA einen leichten Ballverlust und fing sich per Gegenzug das 28:29. Zwölf Sekunden vor Schluss rettete Dahmke mit dem letzten Treffer der Partie immerhin noch einen Punkt. Zum Jubeln war jedoch nur den Gäste zumute. „Das Spiel müssen wir jetzt abhaken. Jeder muss jetzt an sich selbst arbeiten und sich an die eigene Nase fassen“, sagte Dahmke.
TSV Altenholz: Basenau (2 Paraden), Landgraf (8 Paraden) – Cremer, Glumm 5, Brütt, Dahmke 5, Bornhöft 5, Bergemann 10/4, Strothmann 3, T. Ankermann 1, Stübinger, Hase, Wagner, Eickhoff.