„Abwehr hat den Grundstein gelegt“: TSV Altenholz besteht auch im Hexenkessel von Aue
Kieler Nachrichten
Der TSV Altenholz bleibt in der 3. Handball-Liga weiterhin das Maß aller Dinge. Beim Spitzenteam vom EHV Aue spielten die Wölfe auch gegen 1300 Heimfans an und behielten die Oberhand. Zwei Landgraf-Paraden zum richtigen Zeitpunkt machten es möglich.
Für die Drittliga-Handballer vom TSV Altenholz scheint derzeit keine Hürde zu hoch zu sein. Nach dem überzeugenden Auftritt im Spitzenspiel gegen den MTV Braunschweig (43:40) in der vergangenen Woche konnten die Wölfe auch beim EHV Aue beide Punkte in die Heimat entführen. Vor einer beeindruckenden Kulisse von 1300 Zuschauern setzte sich der TSVA am Ende knapp mit 29:27 (14:14) durch. „Die Jungs haben die achtstündige Busfahrt gut aus den Knochen geschüttelt und die Atmosphäre in positive Energie umgemünzt“, lobte Trainer Torge Greve.
Im zweiten Teil der selbst ernannten „Feuertaufe“ trafen die Gäste auf eine junge und körperlich starke Mannschaft, die bis zur 16. Minute mit 8:6 führte. Doch die Wölfe wären nicht ungeschlagener Tabellenführer, würden sie sich davon einschüchtern lassen. Innerhalb von vier Minuten korrigierte der TSVA das Ergebnis auf einen 10:8‑Vorsprung.
Anders als am vergangenen Wochenende war es diesmal die Defensive rund um Lauro Strothmann und Sam Richard, auf die sich Greve verlassen konnte. „Die Abwehr hat heute den Grundstein gelegt“, erklärte der Coach. Im Angriff taten sich die Gäste hingegen ein wenig schwer und liefen einige Male ins Zeitspiel. Die Halbzeitsirene beim Stand von 14:14 kam deshalb auch genau zur rechten Zeit. „Die Mannschaft hat sich in die Kabine gerettet und neu sortiert“, sagte Greve.
In den passenden Momenten zog der TSVA, bei dem Jari Glumm mit acht Toren der treffsicherste Schütze war, immer wieder das Tempo an und konnte sich somit auf 26:22 absetzen. Obwohl die Gelb-Schwarzen in Überzahl spielten und die Halle beinahe verstummen ließen, starteten die Sachsen einen 3:0-Lauf und kamen bis auf ein Tor heran (55.). Das Feuer im Hexenkessel war wieder entfacht.
Dank zweier Paraden von Tom Landgraf, der in den Schlussminuten den „etwas glücklichen, aber verdienten Sieg“ festhielt, traten die Altenholzer mit sieben Siegen aus sieben Spielen in der Tasche den Weg zurück in die Heimat an. „Das hat jede Menge Körner gekostet. Jetzt geht es darum, das richtig einzuordnen und zu bestätigen“, sagte Greve mit Blick auf das anstehende Heimspiel gegen den Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder am kommenden Sonntag (16 Uhr).
TSV Altenholz: Basenau, Landgraf (12 Paraden) – Cremer, Glumm 8, Brütt, Dahmke 3, Szilagyi 5/4, Bornhöft, Bergemann 3, Strothmann 1, Richard 1, T. Ankermann, Hase 1, Wagner, Kahmke 7, Eickhoff.