37:36! TSV Altenholz behält im Handball-Krimi gegen SV Plauen-Oberlosa die Nerven
Kieler Nachrichten
Die Drittliga-Handballer vom TSV Altenholz haben im Heimspiel gegen den SV Plauen-Oberlosa gerade noch so den Kopf aus der Schlinge gezogen. Dank einer starken Schlussphase setzen sich die Wölfe am Ende hauchzart durch und bleiben Tabellenführer.
Der neunte Saisonsieg im zehnten Spiel hat den TSV Altenholz und Wölfe-Trainer Torge Greve jede Menge Nerven gekostet. Beim knappen 37:36 (21:20)-Heimerfolg über den SV 04 Plauen-Oberlosa wachte der TSVA keine Sekunde zu spät auf und behält somit die Pole Position in der 3. Handball-Liga. „Wir können uns auch nicht beschweren, wenn das Spiel mit einem Unentschieden endet. Wir haben uns auf der letzten Rille ins Ziel gerettet“, resümierte Greve.
Ohne die verletzungsbedingt länger ausfallenden Leistungsträger Nicolas Kahmke und Lars Meereis war das spätere Schützenfest nach dreieinhalb torlosen Minuten zunächst nicht abzusehen. Dank einiger Paraden von Jasper Basenau und einer guten Wurfquote gingen die Wölfe mit einer souveränen 5:1-Führung in die erste Auszeit (8.).
Doch je länger die erste Halbzeit andauerte, desto dichter rückten die Gäste dem TSVA auf die Pelle. So lag der TSVA zur Pausensirene nur noch mit einem Tor vorne. „Es fehlte bei beiden Mannschaften die letzte Konsequenz. Der Zugriff in der Abwehr fehlte“, fasste Greve die ersten 30 Minuten zusammen.
Denkbar unglücklich startete seine Mannschaft in den zweiten Spielabschnitt. Weil neben dem schwachen defensiven Umschaltverhalten nun noch einige leichte Ballverluste und Fehlwürfe dazukamen, sah sich der ungeschlagene Spitzenreiter einem 27:30-Rückstand gegenüber. Erst danach fanden die Gelb-Schwarzen angeführt von einem starken Jesse Dahmke, der insgesamt zwölf Mal traf, wieder zu ihrem Spiel. „Dann ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Wir haben in der Abwehr endlich die Energie gefunden“, so Greve.
So wurde aus einem Drei-Tore-Rückstand binnen zwei Minuten eine 31:30-Führung. Dass am Ende 15 Fehlwürfe und 36 Gegentore auf dem Altenholzer Notizbogen stehen, dürfte Greve angesichts des knappen Siegs verkraften. Trotzdem blickt der Wölfe-Coach den zwei spielfreien Wochen mit Freude entgegen. „Ich glaube, dass die Pause der Mannschaft gut tut, um zu neuen Kräften zu kommen.“ Bis zum 14. November hat der TSVA nun Zeit, um die Akkus wieder aufzuladen. Erst dann geht es für Greves Sieben auswärts beim SC Magdeburg II (19 Uhr) weiter.
TSV Altenholz: Basenau (13 Paraden), Landgraf (0 Paraden) – Glumm 1, Cremer 2, Szylagyi 6/3, Brütt, Dahmke 12, Bornhöft, Bergemann 4/1, Strothmann 7, Richard 1, T. Ankermann 1, Stübinger, Hase 3, Wagner, Eickhoff.