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Neues von den Wölfen

Umbruch bei den Wölfen: Stark verjüngter TSV Altenholz will mit Tempohandball neu angreifen

Kieler Nachrichten

Was passiert beim TSV Altenholz? Wie schon in den Jahren zuvor gab es auch in diesem Sommer jede Menge Bewegung bei den Wölfen. Trainer Torge Greve freut sich über acht Neuzugänge, erwartet vom einen oder anderen viel – und hofft auf eine engere Verzahnung mit dem Kooperationspartner THW Kiel.

Noch liegt die Edgar-Meschkat-Halle ruhig da. Keine trommelnden Fans, keine Kommandos von der Seitenlinie und keine Zweikämpfe auf dem Hallenparkett. Doch schon in gut drei Wochen wird sich die Heimstätte der Handballer des TSV Altenholz in einen Hexenkessel verwandeln. Gleich zum Saisonbeginn wartet auf die Wölfe mit dem Erstrundenmatch im DHB-Pokal ein absolutes Highlight.

Dort fordert der TSVA den Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau heraus. Eben jenen Verein, bei dem Altenholz-Trainer Torge Greve sieben Jahre lang als Chefcoach tätig war. „Wir freuen uns auf dieses Derby“, sagt er.

Nach einem starken vierten Platz in der abgelaufenen Saison erlitten die Gelb-Schwarzen das gleiche Schicksal wie in den Jahren zuvor. Zahlreiche Spieler wechselten im Sommer den Verein oder beendeten ihre Karriere. Verdiente Leistungsträger wie etwa Kapitän Hannes Glindemann oder Simon Seebeck hängten die Handballschuhe an den Nagel, bleiben dem Verein jedoch in anderer Funktion erhalten. Junge und unerfahrene Spieler sollen die „alten Hasen“ ersetzen. „Wir sind finanziell nicht im oberen Bereich. Die Neuzugänge haben aber gut zueinandergefunden und sind mittlerweile integriert. Unsere Kaderplanung ist durch“, erklärt Greve.

Mitte Juli läuteten die Wölfe mit dem dreitägigen Trainingslager im dänischen Tondern ihre Saisonvorbereitung ein. Zu Hause in Altenholz wollen sich die Neuen im Kraftraum, beim Ausdauerlauf und auf der Platte für die erste Sieben empfehlen. Von welchen Neuzugängen man am meisten erwarten darf? „Lauro Strothmann und Jari Glumm sind gestandene Drittligaspieler, die uns sofort weiterhelfen werden“, verrät Greve.

Auch die Kooperation mit dem THW Kiel kommt einmal mehr zum Tragen, in diesem Jahr wechselten mit Jens Cremer (U23) und Ben Eickhoff (U19) jedoch nur zwei Zebras zu den Wölfen. „Ich wünsche mir eine noch bessere Verzahnung mit der A-Jugend und der U23 des THW. Im Sinne der Spieler ergibt das auch Sinn“, sagt Greve.

Infolge des Umbruchs müssen nun andere Spieler zu Leistungsträgern heranwachsen. „Ich erwarte den nächsten Schritt von Ben Szilagyi. Von Sam Richard erwarte ich auch große Stücke. Er ist nach seiner langen Verletzung auch quasi wie ein Neuzugang“, sagt Greve. Nur auf der Torhüterposition kann der TSVA einem eingespielten Team vertrauen. Tom Landgraf, Jasper Basenau und Philip Saggau stehen auch in der kommenden Saison zwischen den Pfosten. „Wir sind deutlich jünger geworden. Die Torhüter nehmen deswegen noch mehr die Führungsrolle ein“, meint Greve.

Spielerisch und taktisch arbeiten die TSVA-Akteure bereits fleißig am nächsten Entwicklungsschritt. Vor allem das Spiel mit dem Ball wollen die Wölfe auf ein neues Level bringen. Auf ein konkretes Saisonziel verzichten die Verantwortlichen jedoch zunächst. „Wir wollen auf uns gucken und uns ein neues Grundniveau aneignen. Mit unseren vielen jungen Spielern wollen wir temporeicheren Handball spielen“, erklärt Greve.

Diese Mission geht der TSVA zumindest mit einem der beiden Ankermann-Brüder an. Während bei Top-Talent Rasmus noch unklar ist, inwieweit er neben seinen Einsätzen bei den Profis des THW Kiel auch in Altenholz noch auflaufen wird, feiert sein älterer Bruder Torge sein Comeback. „Bei Rasmus wissen wir nicht, wie es weitergeht. Torge muss nach zwei Jahren Pause erstmal wieder reinkommen“, sagte Greve.

Inwieweit die Wölfe wirklich bereit für die neue Saison sind, zeigt sich spätestens im Testspiel gegen den Kooperationspartner THW Kiel (19. August). Der größte Wunsch von Erfolgscoach Greve richtet sich hingegen an die Allgemeinheit. „Ich würde mir mehr Resonanz von den Leuten aus Altenholz erhoffen. Ich wünsche mir noch mehr Zuschauer.“

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