„Rollen werden neu verteilt“: TSV Altenholz im Spagat zwischen Vorbereitung und Ligaalltag
Kieler Nachrichten
Der TSV Altenholz ist bereit für die neue Saison. Nach zwei lehrreichen Niederlagen gegen den THW Kiel und den VfL Lübeck-Schwartau erwartet die Wölfe in der 3. Liga ein knackiges Auftaktprogramm. Neue Gesichter sollen vorangehen und in Führungsrollen hineinwachsen.
Es wird ernst für die Handballer vom TSV Altenholz. Nach wochenlanger Vorbereitung starten die Wölfe am Sonnabend (18 Uhr) beim Stralsunder HV in die neue Drittliga-Saison. „Wir haben ein knackiges Anfangsprogramm und wir wissen nicht genau, wo wir stehen. Ich hoffe, dass die beiden Spiele gegen den THW und Schwartau nicht dafür gesorgt haben, dass die Jungs die ganze Vorbereitung infrage stellen“, ordnete TSVA-Coach Torge Greve ein.
Wie fast jeden Sommer gab es bei den Wölfen auch in diesem Jahr jede Menge personelle Fluktuation. Junge, talentierte und unerfahrene Spieler sind dazugekommen, die beim TSVA den nächsten Schritt gehen wollen. Im Gegenzug haben gleich mehrere Führungsspieler ihre Karriere beendet. Dennoch blickt Geschäftsführer Sönke Bergemann entspannt in die Zukunft: „Wir haben es immer auf die Reihe bekommen in Altenholz, egal was passiert ist.“
Auch Greve fiebert dem Neustart entgegen, fordert aber gleichzeitig viel von seinen Spielern ein. „Die Rollen werden neu verteilt und die Hierarchie ist neu geordnet. Es geht dabei darum, Entscheidungen zu treffen, auch wenn es vielleicht nicht die richtigen sind. Wir müssen Spieler finden, die vorangehen.“ Einer dieser Spieler wird Klas Bergemann sein, der vom Trainerteam zum neuen Kapitän ernannt wurde und als Altenholzer Urgestein den Verein lebt wie kaum ein anderer. „Klas ist zwar kein Mensch der großen Töne, aber das, was er sagt, hat in der Mannschaft Gewicht“, begründete Greve die Entscheidung.
Dahinter tun sich auch einige Neuzugänge hervor, die gleich überzeugt haben und Verantwortung übernehmen sollen. „Jari Glumm und Lauro Strothmann konnten die Erwartungen in der Vorbereitung voll erfüllen. Aber auch Jonas Brütt muss dazu gezählt werden, der aus der fünften Liga kommt“, meint Greve.
Die beiden Niederlagen im Testspiel gegen den THW Kiel (20:32) und im DHB-Pokal gegen den VfL Lübeck-Schwartau (25:37) gehören demnach zum Lernprozess dazu, insgesamt nimmt Greve positive Tendenzen wahr. „Ich habe das Gefühl, dass sich zum Saisonstart alle Richtung Topform bewegen“, so der 51-Jährige, dessen Mannschaft in den Testspielen gegen andere Drittligateams ihr Potenzial andeutete.
Auf ein klares Saisonziel verzichtet der TSVA nach dem erfolgreichen vierten Platz in der Vorsaison. „Wir lassen das auf uns zukommen. Wir wollen mit unserer jungen Mannschaft modernen und ansehnlichen Handball spielen“, so Bergemann. Mit THW-Profi Rasmus Ankermann, der wohl auch in der kommenden Saison auch für den TSVA auflaufen wird, und Nicolas Kahmke, der zwar mittlerweile auch bei Lübeck-Schwartau unter Vertrag steht, dessen Erstspielrecht aber bei Altenholz liegt, haben die Wölfe zusätzlich zwei Asse im Ärmel.