Derbysieger und Erster! TSV Altenholz spielt HSG Eider Harde nach der Pause schwindelig
Kieler Nachrichten
Die Siegesserie des TSV Altenholz hält an. Im Landesderby bei der HSG Eider Harde drehen die Wölfe in der Schlussphase auf und ziehen davon. Einzig und allein die Verletzung von Lars Meereis dämpft die Stimmung beim TSVA.
Gut, besser, TSV Altenholz! Die Wölfe haben im Drittliga-Landesderby bei der HSG Eider Harde eine knifflige Aufgabe bravourös gemeistert. Denn obwohl die Mannschaft von Torge Greve bis 20 Minuten vor Spielende noch einem Rückstand hinterherlief, setzte sich der TSVA in der ausverkauften Werner-Kuhrt-Halle schließlich klar und deutlich mit 34:25 (16:16) durch. „Es ist am Ende auch ein bisschen zu hoch für uns ausgegangen, auch wenn der Sieg verdient ist. Das Ergebnis spiegelt so nicht den Spielverlauf wider“, meinte TSVA-Coach Torge Greve.
Vor 500 Zuschauern zeigten die Wölfe von der Startsirene an, weshalb sie die Tabelle punktverlustfrei anführen. Doch nach dem frühen 0:4-Rückstand stellten die Hausherren auf eine 6:0-Abwehr um und bereiteten der Greve-Sieben damit große Probleme. „In der ersten Hälfte haben die Jungs ein bisschen den Kopf vergessen“, so der Coach. Ehe sich die Wölfe versahen, stand nach drei Gegentoren am Stück plötzlich ein 16:16-Remis zur Pause auf der Anzeigetafel.
Doch auch die ausgeglichene Anfangsphase des zweiten Durchgangs reichte nicht aus, um die Wölfe aus ihrem Konzept zu bringen. „Wir wussten, dass wir die Nase vorn haben, wenn wir das Tempo hochhalten“, meinte Greve. Gesagt, getan. Binnen fünf Minuten drehte seine Mannschaft den 19:20-Rückstand in einen 24:20-Vorsprung um. Allen voran Neuzugang Jari Glumm, der vor der Saison ausgerechnet von Eider Harde zu den Gelb-Schwarzen wechselte, drückte dem Spiel seinen Stempel auf.
Unnachgiebig zogen die Wölfe weiter davon, bis der mitgereiste Altenholzer Anhang die Heimkulisse übertönte. „Was uns dieses Jahr auszeichnet: Wir lassen nicht nach. Wenn wir mit vier Toren führen, wollen wir mit fünf führen“, sagte der siegreiche TSVA-Trainer. Während der HSG die Kräfte ausgingen, wirkten die Gäste weiter wie entfesselt. „Da hat sich die Breite unseres Kaders durchgesetzt“, stellte Greve nüchtern fest.
Der Freude über den Derbysieg und die Tabellenführung zum Trotz gab es für die Wölfe einen Wermutstropfen: Kurz vor Ende der Begegnung musste Rückraum-Routinier Lars Meereis verletzt ausgewechselt werden (59.).
TSV Altenholz: Saggau (1 Parade), Landgraf (8 Paraden) – Cremer, Glumm 9, Brütt, Dahmke 3, Szilagyi 1, Bornhöft, Bergemann 5/2, Meereis 4, Strothmann 2, Richard 1, Eickhoff, Hase 2, Kahmke 7.